Urteil für Poker Räuber gefallen

Freitag 02 Juli, von Manfred Hauser

Über den Raubüberfall bei einem internationalen Pokerturnier am 6. März in Berlin wurde immer wieder in den Median berichtet. Erst kürzlich gab es eine Diskussion darüber, wie die Männer im Alter von 19 bis 21 Jahren bestraft werden sollen.

Nun ist das Urteil gefällt worden. Es gab Haftstrafen über dreieinhalb Jahre und drei Jahre und neun Monate. Der Grund, für die Entscheidung liegt darin, dass es sich um schweren Raub und gefährliche Körperverletzung handelt und ein milderes Urteil nicht möglich ist.

Die türkisch und arabisch abstammenden Männer erbeuteten insgesamt 242.000 Euro. Bei zwei der Täter ist die Kronzeugenregelung angewandt worden. Der Richter ließ verlauten "Der Poker Raub war eine Tat der Schwerstkriminalität" und es ist nicht einmal die gesamte Beute wieder aufgetaucht.

Während des Prozesses ist aufgedeckt worden, dass der Raub auf das Pokerturnier von Hintermännern ordentlich geplant worden ist. Die beiden Drahtzieher sitzen noch in U-Haft, deren Prozess wird am 19. August beginnen. Der Richter hat gesagt, der Raub sei eine "organisatorische Katastrophe" und "dilettantisch ausgeführt". Somit ist der Raub auf das Pokerturnier im Hotel Grand Hyatt also noch nicht zu den Akten gelegt worden.

Nun bleibt abzuwarten, wie der Prozess für die beiden Hintermänner verlaufen wird. Diese sind 29 und 31 Jahre alt, was also keine Diskussion um das Jugendstrafrecht auslösen wird.