Poker in Österreich nur noch in Hinterzimmern?

Mittwoch 16 Juni, von Michael Krimbacher

Ist es wirklich mit Poker in Österreich vorbei oder darf weiter gespielt werden, wie bisher?

Schon lange gibt es in Österreich die Diskussion wegen einer neuen gesetzlichen Regelung für Poker. Seit Jahren schon kämpft Peter Zanoni, der Besitzer vom Concord Card Casino um eine rechtliche Absicherung, die für Kunden und Anbieter gelten sollen. Nun aber scheint er seinen Kampf vergebens gekämpft zu haben, denn schon im April ist das Glücksspielgesetz beschlossen worden, aber das Parlament wollte dieses nicht durchgehen lassen. Es gab immer wieder Verhandlungen und nun schloss man einen Beschluss, der eigentlich genau das sagt, was die ganze Zeit schon bekannt war.

Poker soll ein Teil vom Gesetz werden und es wird nur einen Anbieter in ganz Österreich geben, der eine Konzession erhält, mit der dann ein Pokersalon erworben werden darf. Voraussetzung hierfür sind aber ein Grundkapital von 5 Millionen Euro.

Mit einer Übergangsregelung dürfen die bereits bestehenden Anbieter aber ihren Betrieb weiterführen, allerdings nur bis 31.12.2012. Danach darf es keinen Pokersalon mehr geben. Das Gesetz hat durch die neue Regelung im Bezug auf Poker zahlreiche Arbeitsplätze vernichtet und es scheint, als würde Poker dann wieder in den Hinterzimmern hinter verschlossenen Türen gespielt werden.

Es bleibt abzuwarten, wie viel Poker tatsächlich in Österreich gespielt werden darf und welche Möglichkeiten den Anbietern für ein Pokercasino gegeben werden.